Wir über uns
Die Jugendfeuerwehr Eiershausen ist die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Eiershausen. Momentan besteht sie aus 15 Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren. Die Gruppe trifft sich jeden Donnerstag ab 18.00 Uhr im Gerätehaus der Feuerwehr.
In Eiershausen ist die feuerwehrtechnische Ausbildung wichtigstes Thema. Praktische Übungen, so sagt es der Name schon, sollen das wirkliche Geschehen nachstellen. Daher wird in Eiershausen eine Übung so oft wie möglich unter Einsatzbedingungen durchgeführt. Hierbei müssen die Jugendlichen so manchmal ihre ganze Phantasie einsetzen. Denn mit richtigem Feuer darf natürlich nicht geübt werden. Doch auch ohne Feuer muss man ab und zu sehr schnell reagieren. Denn das Wichtigste ist, eine Situation richtig einzuschätzen. Dabei passieren natürlich Fehler. Doch dafür ist es eine Übung. Auch die Theorie kommt in Eiershausen nicht zu kurz. Von der "Organisation der Feuerwehr" über "Gefahren an der Einsatzstelle" bis hin zu "Leitern in der Feuerwehr" wird hier alles vermittelt, was man so im Feuerwehrgeschehen benötigt. Doch so anstrengend das auch alles klingen mag, Spaß und Humor muss neben allen ernsten DIngen dabei sein. So finden regelmäßige Spiele- und Bastelabende statt, die die Arbeit der Jugendfeuerwehr auflockern.
Das Kreiszeltlager, welches jährlich vom Kreis angeboten wird, ist ein Vergnügen, auf das sich die Jugendlichen jedes Jahr freuen. Auf dem letzten Kreiszeltlager konnte sich Eiershausen bei den Lagerwettbewerben wieder einen ersten Platz mit Pokal erspielen. Ebenfalls beliebt sind die Tagesfahrten, etwa zu großen Feuerwehren oder in Museen. Und zuletzt natürlich die Kaffeenachmittage zu Ostern und Weihnachten. Hier verwöhnen die Kinder ihre Eltern, Verwandten und das ganze Dorf mit selbstgebackenen Kuchen.
Die Chronik der JF Eiershausen
Bereits einige Jahre vor der offiziellen Gründung durch Karl-Heinz Interthal wurde in Eiershausen
Jugendarbeit geleistet.
Anfang der 70er startete Hans Günther Peter (Phillips’ Hans) mit der Nachwuchsarbeit.
Ab 72 unterstützte ihn Johannes Schwarz. Diese Arbeit geschah zwar
nicht in der Form so wie es heute üblich ist, jedoch mit den gleichen Zielen, wie
oben schon genannt. Zu dieser Zeit waren es einfach nur eine Hand voll Jungen, die
Interesse an der Feuerwehr hatten und es schwer hatten, sich gegen die damals Aktiven zu
behaupten. Einige Zeit verging, bis die Jungen Aktiven das Ansehen der "Alten"
auf ihrer Seite hatten und mit dem damaligen Wehrführer und anderen Mitgliedern
der Aktiven Wehr auf den Grundlehrgang gehen durften. Gerhard Baum und
Rolf Keller übernahmen nacheinander ab 78 die Arbeit von Johannes und Hans.
Als man sah, dass die Arbeit mit diesen Jugendlichen fruchtet, wurden zum
ersten Mal in der Geschichte der Feuerwehr Eiershausen Gedanken gehegt über
eine offizielle Gründung der Jugendfeuerwehr. Karl-Heinz Interthal übernahm Anfang
der 80er die Leitung der Jugendwehr. Trotz allem dauerte es noch bis zum 01.10.1981,
als mit Karl-Heinz Interthal und seinen Helfern die Jugendfeuerwehr offiziell zum
75 jährigen Bestehen der Wehr gegründet worden ist. In einer feierlichen Zeremonie
bekam die Wehr Helme und Schiffchen für die Buben. Schon im Gründungsjahr
gab es für die Jugendlichen ein interessantes Programm an Unterricht und Fahrten.
So wurde bereits vier Wochen nach der Gründung eine Tagesfahrt nach Frankfurt zur
Flughafenfeuerwehr unternommen um die dortige Technik anzusehen und kennen-
zulernen. Bis 83 unterstützten Horst Baum und Wolfgang Keller die Arbeit von
Karl-Heinz, bis dieser sich nach seinem Ruhestand ganz der Jugend widmen konnte.
Das Amt des Jugendwartes führte Karl-Heinz so lange aus, bis er auf Grund
seiner Gesundheit nicht mehr zur Verfügung stehen konnte. Der darauf folgende
Jugendwart Steffen Fürschbach und sein Stellvertreter Stephan Deis versuchten in die
Fußstapfen des Vorgängers so gut es ging und auch möglich war zu treten. Sie führten
die Arbeit von Karl-Heinz weiter und brachten nun auch neue, junge Ideen in die Jugendwehr ein,
z.B. das Bedrucken von T-Shirts mit einer in Eigenarbeit gebastelte Siebdruckmaschine.
Jedes Neumitglied erhielt bei Eintritt eine umfangreiche Lehrstoffmappe, die manch ein Mitglied heute
noch in seinem Schrank verwahrt. Nach einiger Zeit konnte nun auch Steffen aus
zeitlichen bzw. beruflichen Gründen das Amt des Jugendwartes nicht mehr ausüben, so dass Stephan Deis
dieses Amt 1993 inne nahm und als Stellvertreter Roland Hartmann fungierte.
Der Beruf setzte auch in dieser Konstellation 2 Jahre später das Aus. Die Jugend-
feuerwehr stand wieder mal ohne Führung da. Der damals amtierende Wehrführer Johannes Schwarz und
der heutige Gerätewart Rolf Keller übernahmen abermals die Arbeit und setzten die Ausbildung der
Jugendfeuerwehr fort, da sich zu dieser Zeit keine Personen mit der nötigen Freizeit fanden um
diese Amt weiter zu führen. 1996 schickten sie die jungen Blauröcke wieder
auf das jährlich stattfindende Kreiszeltlager, dessen Teilnahme sich bis heute permanent
fortgesetzt hat. Ende Sommer 1996 hatte das Suchen ein Ende. Kai Eckert, Kristian
Mandic und Wolfgang Putz wurden nach Bestehen des Grundlehrgangs der Jugendfeuerwehr
als neue "Führung" vorgestellt. Alle Drei bekamen ihre persönliche Probezeit.
In der darauf folgenden Jahreshauptversammlung stellten sich Kai als Jugendwart und Kristian
als Stellvertreter vor. Sie wurden in ihr Verantwortungsvolles Amt gewählt, welches Sie
mit Freude angenommen haben. Das junge Alter und den Vorteil der Zeit als Lehrling oder Schüler
brachten dem Nachwuchs einen neuen Schub. Erste Zeichen waren die Lagerpokale 98 und 99 auf
dem Kreiszeltlager. Die Jugendfeuerwehr trat nun auch mehr im Dorf in Erscheinung. Die Pflege des
Brunnen mitten im Dorf, die Unterstützung des Vereins für Natur und Landschaftspflege mit der Aktion
"Saubere Landschaft" und das Pflegen der Wacholderheide am Hirschberg sind nur einige Beispiele.
Die Erhaltung des Dorfcharakters, eine kurzweilige Jugendarbeit und die gezielte Ausbildung in der Feuerwehr entwickelten sich unaufhörlich. Im Jahr 2000 legte Kristian sein Amt als Stellvertretener Jugendwart aus
beruflichen Gründen nieder. Timo Hartmann aus den Nachwuchsreihen rückte ihm nach.
Beide hielten die Blauröcke über vier Jahre auf einem breiten und abwechslungsreichen Ausbildungsstand.
Auf Kreisebene waren die Kinder auf fast jedem Lehrgang vertreten. Im Sommer 2004 stand für
Kai und Timo fest, dass sie im kommenden Jahr bei der Wahl nicht mehr kandidieren, da beiden
schulisch und beruflich sowie in der Familie neue Herausforderungen bevor standen. Am 26.03.2005 auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Eiershausen wurde Michel Stranzenbach zum Jugendwart gewählt. Stellvertretende Jugendwartin wurde Nicole Keller. Zwei Jahre später kamen zwei alte Gesichter in neuer
Konstellation zurück in die Jugendarbeit. Timo wurde Jugendwart und Stephan sein Stellvertreter. Beide
leiten seit dem mit mittlerweile 3 Jugendgruppenleitern den Nachwuchs der Wehr.